Situation

Die Uckermark ist der flächenmäßig größte Landkreis in Deutschland. Er hat nicht nur eine sehr geringe Einwohnerdichte, sondern auch eine hohe Arbeitslosenquote von etwa 22 Prozent. Diese Situation führt zum Wegzug von jungen Menschen und Familien und zu einer Überalterung der Bevölkerung. Dies schwächt wiederum die Wirtschaftskraft. So treten die Auswirkungen des gesellschaftlichen und demografischen Wandels hier in der Uckermark besonders stark zutage.

Die Anzahl der Älteren ist bereits heute größer als die der Kinder. Dieser Trend wird sich noch verstärken. Zudem können sich heute immer weniger Menschen in ihren aktiven Zeiten - auf Grund von Arbeitslosigkeit und geringem Verdienst - ausreichende Rentenansprüche erarbeiten. Deshalb werden immer mehr Menschen im Alter einen finanziellen Zuschuss benötigen. So haben wir immer weniger Menschen, die Geld in die Sozialkassen einzahlen können, und immer mehr Bedürftige.

Zudem lösen sich Familien- und Dorfstrukturen auf: Junge Familien sind zunehmend auf sich alleine gestellt. Alte Menschen können nicht mehr zu Hause versorgt werden und werden in Pflegeheime gebracht. Auch diese Einrichtungen wird bald niemand mehr bezahlen können.

Der Staat wird und kann die Situation alleine nicht richten!

Deshalb muss alles versucht werden, um diesen Abwärtstrend zu durchbrechen. Dies kann gelingen, wenn sich die Menschen auf eigene Stärken und Potentiale besinnen und gemeinsam etwas für die Region tun. Es ist von größter Wichtigkeit, dass vor allem jungen Familien eine attraktive Wohn- und Bildungssituation geboten wird. Und ältere Menschen müssen so integriert werden, dass sie sinnvoll tätig sein können und ihnen Hilfe garantiert wird, wenn sie selbst Unterstützung benötigen.